OneShot:
Nicht einmal das Byakugan könnte dort durchschauen können.
Naruto Uzumaki und Sakura Haruno saßen leise in einer kleinen Höhle, geschützt von dem weißen Chaos draußen. Der Schneesturm war so heftig, dass es unmöglich gewesen wäre bloß einen Schritt aus der Höhle zu machen. Somit war die Mission fürs Erste wohl gelaufen.
Der Sturm hatte sie ohne irgendeinen besonderen Schutz gefangen, bekam mit jeder Sekunde immer mehr Geschwindigkeit.
Ursprünglich hatte Tsunade die beiden darum gebeten, zu einem benachbarten Dorf zu gehen, das von Terroristen überfallen wurde. Aber alles verlor nun an Wichtigkeit, denn diese winterliche Hölle umschloss sie. Jetzt, als sich die beiden zusammen zurückgezogen hatten, kam eine Welle von Schwierigkeiten über sie.
„Es kommt wirklich alles runter, was?“; bemerkte die rosahaarige Kunoichi, durchbrach die stille Atmosphäre. Sie seufzte kurz, zog ihre Beine näher an den Körper und legte ihren Kopf auf die Knie.
„Ja…“, stimmte ihr Naruto zu, lachte schwach. „Hättest du gedacht, dass die alte Tsunade zwei Shinobi auf eine Mission mitten im Winter schicken würde, wenn dicke Wolken am Himmel hängen?“
„Sie macht bloß ihren Job…“
„Verurteilt die Nummer 1 unter den lauten Ninja zum Tod?“
„Exakt.“
„Beide lachten einstimmig darüber, versuchten die unkomfortable Situation in der sie sich befanden zu überwinden. Sakura zitterte langsam, sie versuchte sich so klein wie möglich „zusammenzufalten“.
„Es ist echt kalt: Wenn wir nichts unternehmen, werden wir hier noch erfrieren.“, äußerte sie sich, und drückte ihr langsam rot werdendes Gesicht in den Raum zwischen ihren Beinen und ihrem Oberkörper.
Naruto nahm normalerweise nicht so viele Dinge wahr: Kakashi’s Lektionen, die Gefühle von anderen, aber dieses Mal verstand er, was das Mädchen sagen wollte:
Körperwärme
Nur die Vorstellung ließ seine Wangen erröten, daher packte er schnell den Rucksack, den er trug.
„Ich bin sicher, dass hier irgendetwas für Schneestürme drin ist!“, sang er fröhlich, versuchte seine Verlegenheit zu überdecken.
Der Blonde biss sich frustriert auf die Lippe, als er gewaltsam den Inhalt seines Rucksacks auf dem Boden der Höhle entleert hatte: Ramen, Kunais, Verbandszeug, Essensvorräte, sein Portemonnaie, eine Zahnbürste – nichts was er hätte gebrauchen können. Verärgert drehte er seinen Rucksack verkehrt herum und schüttelte ihn stark, in der Hoffnung doch etwas zu finden. Aber er war leer, er fand nichts Nützliches.
„Ich habe nichts“, sagte er letztendlich. „Was ist mir dir?“
Sakura stöhnte innerlich: „Ich habe nicht damit gerechnet so lang wegzugehen: Es ist noch nicht einmal eine halbe Tagesreise zu dem Dorf. Das einzig Nützliche was ich mitgenommen habe ist eine Decke, aber die ist nicht besonders dick.“
Sie hielt sie kurz hoch: Sie war pink, groß, aber nicht furchtbar dick. Sie ließ sie sinken und starrte einen Moment auf den Boden, bevor sie aufstand. Sakura steuerte vorsichtig auf den Jungen zu und ließ die Decke in seinen Schoß sinken.
„Nimm sie.“, befahl sie. Er schaute sie an: Zum Teil verdutzt, zum anderen verärgert.
„Nein“, argumentierte Naruto, und warf das Bündel zurück in ihre Arme. „Es ist deine. Mir geht’s gut, ich wird das schon überstehen.“
„Sei nicht albern.“, konterte sie. Man vernahm aus ihrer Stimme, dass sie es ihm übel nahm. Sie warf ihm die Decke energisch wieder zurück.
„Du bist diejenige, die albern ist!“, sagte er beleidigt.
„Idiot, ich brauche sie nicht!“
„Ich auch nicht!“
„Schön.“
„Schön!“
Die beiden ließen den Einwand fallen und liefen in entgegen gesetzte Richtungen der Höhle.
Der Wind heulte. Naruto spannte seinen Kiefer stark an, damit er nicht klappern konnte.
„Warum versucht sie ständig der gute Mensch zu sein?“, grummelte er und schlug sachte gegen die Wand.
Zeit verging und den beiden wurden kälter und kälter. Naruto’s Hände wurden rot und rau, egal wie lange er sie an seinen Körper hielt. Die Füße der Kunoichi waren taub und sie wurde langsam Müde von ihrem Streit.
Sakura seufzte auf und drehte sich zu dem Blonden. Mit ruhiger Stimme sprach sie:
„Das ist dumm. Wir werden hier echt noch erfrieren, wenn wir so weitermachen.“
In seinem Blickwinkel beobachtete Naruto, wie sie in die Ecke ging, in der die Decke lag.
Sakura nahm sie und kam ihm näher.
„Ko-komm jetzt nicht auf blöde Ideen“, stotterte sie und setzte sich wackelig neben ihn. „Ich will nur nicht zum Eisblock werden. Wir können das Ding teilen. Hier.“
Sakura entfaltete die Decke und warf sie über Naruto’s Kopf. Er schnaubte und drehte sich zu ihr, grinsend. Sie drückten sich an die Wand, die Decke nur über die nötigsten Stellen ihres Körpers legend. Sie war doch zu klein für beide.
„Das war ziemlich bescheuert, hm?“, fragt er. Er versuchte seine Hand auf den Boden zu legen, berührte dabei aber aus Versehen Sakuras, und zog sie schnell zurück.
„J-ja. Ich konnte meine Zehen schon nicht mehr spüren.“, sagte sie verschämt.
„Meine Lippen sind taub.“
Sakura schrie innerlich als er diese Worte sprach.
„Uhm…das hab ich eben nicht gesagt. Themawechsel.“
„Ich ähm…wusstest du, dass ich die Decke schon habe, seit ich klein war? Sie ist einmal nass geworden, seitdem krieg ich sie nicht mehr in Ordnung.“, sagte sie und lachte nervös, versuchte dabei Augenkontakt mit ihrem Freund zu unterbrechen.
„Nein.“, antwortete Naruto.
Auf einmal waren sich ihre Gesichter ganz nah. Jetzt konnte Sakura nicht verhindern dem Blonden in die Augen zu sehen. Das Blut in ihren Ohren begann zu pulsieren.
„Ich weiß nicht, wie man Decken repariert“, sagte er und beugte sich vor. „Aber ich weiß, wie man taube Lippen wieder in Ordnung bringen kann.“
Sakura verschlug es den Atem, aber die konnte nicht widerstehen, als er seine Lippen sanft gegen ihre drückte. Ein Schauer der Zufriedenheit lief ihr den Rücken runter, als die Wärme ihren Körper erfüllte.
Es war ein süßer Kuss, sie war schon fast traurig, als er sich von ihr löste. Beide waren sprachlos.
„Entschuldigung.“, sagte er, blickte verschämt zu Boden. Er versuchte aufzustehen, aber das Mädchen zog instinktiv an seinem Arm und zog ihn wieder herunter. Ihr Puls raste noch immer, als sie ihren Kopf auf seine Schulter legte.
„Muss dir nicht Leid tun.“
Erleichterung ging durch Narutos Körper und er legte einen Arm um Sakura, drückte sein Gesicht in ihre Haare.
„Wie du willst, Sakura-chan…“
Sie mussten noch eine ganze Weile in der Höhle rasten, da der Sturm einfach nicht nachließ.
Dort saßen sie also, mit nichts bedeckt, außer stillem Glück und einer pinken Decke.
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Irgendwo in Konoha
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„Bezahl endlich, alter Mann!“
Jiraiya seufzte und legte das Geld in die gierigen Hände der fünften Hokage, die lächelnd neben der Kristallkugel des Sandaime stand.
„Danke für das Küssen von dem Balg und dem Mädchen.“
„Ja ja…“
Er stöhnte und zog noch mehr aus seinem Geldbeutel.
„Und hier der Rest, weil sie nicht weiter gegangen sind, als sich zu küssen…“
Jetzt grinste sie nur noch mehr: „Ich liebe es, wenn ich gewinne.“
*Es gibt für alles ein erstes Mal.*, dachte Jiraiya und beobachtete seinen Schüler, wie er Tsunades Anfängerin in den Armen hielt.
*Für alles ein erstes Mal…*