Goodbye
Miley war am nächsten Morgen schon früh auf. Sie hatte kaum geschlafen, was man ihr auch ansah. Sie hatte dunkle Schatten unter den Augen und trank die ganze Zeit schon Tasse für Tasse Kaffee.
Als Robbie Ray die Treppe herunterkam und seine Tochter am Klavier sitzen sah, schmunzelte er.
„Hab mich schon gefragt, warum du nicht in deinem Zimmer bist, Spatz. Was war gestern los? Lilly ist ja gar nicht schnell genug aus dem Haus gekommen.“
„Es ist…nichts, Dad. Aber ich habe eine Bitte an dich.“
Ihr Vater wurde hellhörig. Das hatte er schon lange nicht mehr von seiner Kleinen gehört.
„Worum geht’s?“, fragte er.
Miley schaute von dem Stück Papier auf, auf dem sie schon seit Stunden herumkritzelte und blickte ihren Vater eindringlich, fast schon flehend an.
„Ich möchte diese Woche noch ein Konzert geben. Nur für die Leute aus Malibu. Jeder der kommen will, kann kommen. Die Organisation dafür kann vom Erlös der letzten Tournee bezahlt werden.“
Robbie Ray sah, dass es Miley sehr ernst war. Ihr Blick war mehr als klar, kein Funken anderer Gefühle war darin zu sehen.
„Ich weiß nicht, was du vorhast oder was deine Motive sind, aber ich werde versuchen, das Ganze auf die Beine zu stellen. Du musst dich allerdings selber um die Werbung kümmern, ich kann nicht alles alleine machen und besonders nicht in so kurzer Zeit.“
Miley blickte wieder zurück auf das Papier, was ihr Vater als Notenblatt identifizierte.
„Ein neuer Song?“
„Ja…er ist mir sehr wichtig.“
„Darf ich mal sehen?“, Mileys Augen weiteten sich.
„Nein, lieber nicht. Ich habe vor, ihn auf dem Konzert zu spielen. Danke, Dad.“
„Kein Problem, Miles. Ich werde dann jetzt mal losgehen und mit den anderen reden, damit wir alles möglichst schnell auf die Reihe bekommen.“
Miley schaute ihrem Dad hinterher.
„Dad? Würdest du mich weiterhin lieben, auch wenn du wüsstest, dass ich mich in jemanden verliebt habe, der mir alles nicht gerade leichter machen wird?“
Robbie Ray hielt abrupt inne. Miley hatte sich verliebt? Und wieso sollte diese Person ihr das Leben erschweren?
„Was-?“
„Es ist Lilly, Dad. Ich hab mich in Lilly verliebt, auch wenn ich selber nicht genau weiß warum. Du weißt, dass ich vorher nie etwas mit Mädchen am Hut hatte.“
Auf dem Gesicht ihres Vaters bildete sich plötzlich ein breites Lächeln.
„Hab ich’s doch gewusst. Ihr beide wart einfach viel zu nah für normale Freundinnen. Ich hab da schon so etwas geahnt. Und ich habe kein Problem damit, immerhin mag ich Lilly und das weißt du, richtig?“
Miley seufzte erleichtert. Er verstand sie. Das war Erleichterung pur, ehrlich.
„Ich nehme an, du und Lilly habt euch irgendwie zerstritten?“
„Ja, so in der Art.“, antwortete sie.
„Dann ist der Song also für sie?“
Miley nickte und Robbie Ray verstand, dass seine Fragen hier nun fehl am Platz waren. Er verließ das Haus und kümmerte sie für den Rest des Tages erst einmal um die Organisation des Konzerts.
Miley widmete sich nun wieder vollends dem Song, der ihr seit ein paar Stunden nicht mehr aus dem Kopf ging.
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Lilly saß mehr oder weniger gemütlich bei Rico’s und aß ihren Hotdog, als sie hinter sich die Stimme ihres besten Freundes hörte.
„Lils, hey Lils! Ich hab tolle Neuigkeiten, schau mal her!“
„Man Ollie, hör auf mir ins Ohr zu schreien, ich versteh dich auch so ganz gut.“, sie drehte sich zu dem Braunhaarigen um, der ihr einen Flyer vor die Nase hielt.
„Man, du Idiot, so sehe ich nichts. Gib mal her.“
Sie riss ihm das Papier aus der Hand und riss ihre Augen auf.
„Hannah Montana…gibt diese Woche ein Konzert?“, fragte sie leise.
„Jupp! Und du hast ihr versprochen, dass du beim nächsten Konzert wieder mit dabei sein wirst oder?“
Lilly nickte schwach.
„Und weißt du, was das Beste ist? Sie macht das einzig und allein für die Einwohner von Malibu, wir müssen noch nicht einmal Karten kaufen!“
Lilly überlegte angestrengt. Was hatte sie vor? Doch sie unterbrach sich kurz darauf schon selbst. Der Gedanke an sie schmerzte zu sehr.
„Ich weiß nicht, ob ich mitkommen sollte, Ollie.“
Oliver sah sie entgeistert an und legte seine Hand auf die Stirn der Blonden.
„Bist du krank? Ach komm, Lils. Du lässt dir doch kein Konzert von Hannah Montana entgehen, das noch dazu kostenlos ist!“
„Es hat nichts damit zu tun, okay? Ich hab meine Gründe.“
Der Junge blickte Lilly in die Augen und sah, dass etwas nicht stimmte. Er mochte zwar nicht der Hellste sein, aber ihm fiel schon, auf wenn seine beste Freundin etwas bedrückte.
Er zuckte mit den Schultern.
„Gut, ich hole dich dann Freitagabend um fünf ab. Wir werden schon sehen, ob du mitkommst oder nicht.“
Lilly wollte Oliver am Shirt packen und ihn fragen, ob er sie nicht richtig verstanden hatte, doch er war schon längst verschwunden.
Vielleicht hatte er ja Recht. Immerhin hatte sie es Miley versprochen, auch wenn sie bis dato noch nicht wusste, dass sie Hannah ist. Versprechen war Versprechen oder etwa nicht? Und sie war definitiv nicht die Art Mensch, die Versprechen ohne weiteres brach.
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Montag kam und ging, auch der Rest der Woche verging relativ schnell. Einige Leute in der Klasse wunderten sich darüber, dass Miley und Lilly den Kontakt komplett vermieden, sei es körperlich oder sonst was. Lilly hatte um einen anderen Sitzplatz gebeten, daher saß sie nun weiter vorne und eher rechts von Miley, so konnte sie nicht mehr dem Bedürfnis nachgehen und die Brünette ansehen. Was sie allerdings spürte, waren die Blicke, die Miley ihr zuwarf. Sie merkte ganz genau, wann Miley zu ihr sah und wann nicht, denn dann bekam sie immer ganz plötzlich eine Gänsehaut.
Das Problem war für sie in der Schule ihr Spinnt, welcher direkt neben Mileys lag. Immer wenn sie sah, dass Miley etwas aus ihrem herausnahm bzw. etwas verstaute, machte die Blonde einen großen Umweg und wartete geduldig darauf, dass Miley endlich verschwand.
Okay, soweit so gut. Körper- bzw. Sichtkontakt vermeiden ging einigermaßen glatt. Doch was Lilly die ganze Zeit über quälte, war der Gedanke an das Konzert, das Miley geben würde. Das kam so plötzlich und noch dazu war es ganz anders, als die bisherigen. Wieso tat sie das? Etwa, um von ihrem…Schmerz abzulenken?
Wie dem auch sei, sie würde es in ein paar Stunden herausfinden.
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Lilly hatte sich mittlerweile damit abgefunden, dass Oliver sie mitschleppen würde, egal was sie auch versuchen würde. Es half alles nichts. Und irgendwie interessierten Mileys Pläne sie ja schon. Wie gesagt: irgendwie.
Oliver stand wie angekündigt um fünf Uhr vor ihrer Tür und holte sie ab. Besser gesagt zog er sie am Arm mit sich, um zu verhindern, dass sie doch noch irgendwie ausbüchste, aber das hatte Lilly mittlerweile auch gar nicht mehr vor. Zu groß war die Neugier, auch wenn sie nicht besonders scharf darauf war, Miley gegenübertreten zu müssen. Sie wusste ganz genau, dass sie ihre Gefühle dann nicht mehr unter Kontrolle halten konnte.
Das Konzert fand, genau wie das letzte, wieder in der großen Arena in L.A. statt, welche schon zuvor bis obenhin mit Fans gefüllt gewesen war. Dieses Mal war der Ansturm nur noch größer, auch wenn nur Leute aus Malibu kamen. Keine Tickets bedeuteten immer, dass mehr Leute kommen würden.
Miley wagte einen Blick auf die große Fläche, die sich langsam mit Menschen füllte. Sie hoffte wirklich, dass Lilly kommen würde. Immerhin hatte sie es ihr versprochen, oder nicht? Sie verschwand wieder Backstage und ging in ihre Umkleide.
Sie war nervöser als sonst, was jeder merkte. Ihr Vater versuchte zwar, ihr beruhigende Worte zuzureden, doch es half alles nichts. Das einzige, an das sie denken konnte, war der Auftritt und Lilly, die hoffentlich gekommen war.
Sie hörte die lauten Rufe des Publikums und rückte sich noch einmal ihre Perücke zurecht. Sitzt, wackelt und hat Luft oder wie sagte man so schön?
Okay, Miley. Nicht übermütig werden. Konzentration.
Die Menge schrie, als Miley alias Hannah auf die Bühne gerannt kam und sie mit einem breiten Grinsen begrüßte.
„Hallo Malibu! Schön euch wieder zu sehen! Hoffentlich seit ihr alle genauso gut drauf, wie letztes Mal, immerhin seit ihr heute alleine hier!“, sie lachte nervös.
„Es ist möglich, dass ich heute ab und zu mal den Text vergessen werde – ich weiß, ich weiß, das seid ihr nicht gewohnt – aber ich bin leicht nervös, okay? Außerdem hab ich die letzten Tage nicht besonders viel geschlafen! Okay, wir beginnen mit Nobody’s perfect!“
Der Song startete und Miley legte direkt mit Vollgas los, sie wollte alles so schnell wie möglich hinter sich bringen.
Everybody makes mistakes...
Everybody has those days...
1, 2, 3, 4…
Everybody makes mistakes...
Everybody has those days...
Everybody knows what what I'm talkin' 'bout
Everybody get's that way...
Everybody makes mistakes...
Everybody has those days...
Everybody knows what what I'm talkin' 'bout...
Everybody get's that way...
Die E-Gitarristen fingen an zu spielen.
Sometimes I'm in a jam
I've gotta make a plan
It might be crazy
I do it anyway
No way to know for sure
I'll figure out a cure
I'm catching up the holes
But then it overflows
If I'm not doing to well
Why be so hard on my self?
Nobody's Perfect!
I gotta work it!
Again and again till I get it right
Nobody's Perfect!
You live and you learn it!
And if I mess it up sometimes.
Nobody's perfect...
Der Rest des Songs endete und auch das Konzert allgemein lief reibungslos. Miley vergaß ihre Texte nicht, so wie vorher angekündigt und so kamen sie recht schnell zum Ende des Abends. Lilly war sich nicht sicher, aber war sie die einzige, der auffiel, dass es Hannah nicht sonderlich gut ging? Sie kannte die Person, die hinter der Fassade steckte und sie konnte es an ihren Augen sehen, obwohl sie so weit entfernt stand. Tatsächlich stand Lilly diesmal nicht wieder in der ersten Reihe, sondern eher seitlich, sodass es Miley unmöglich war, sie zu finden, egal wie sehr sie sich auch anstrengen würde. Vielleicht dachte sie ja auch, dass sie nicht gekommen war…
Der letzte Song – Good and Broken – endete und Hannah sprach abermals, wenn auch leicht außer Atem.
„Ich danke dir vielmals, Malibu! Ihr wart klasse! Ihr denke, dass ihr glaubt, dass das für heute alles war oder? Ihr irrt euch, ein Song ist noch übrig, den ihr alle nicht kennt! Ich habe die ganze Woche daran gesessen und wie wild gearbeitet, um ihm perfekt zu machen und ich hoffe, dass mir das gelungen ist!“, sie blickte in die Runde und ihr Gesichtsausdruck veränderte sich. Sie lachte nicht mehr, nicht einmal ansatzweise.
Ein Klavier wurde auf die Bühne geschoben und der Rest der Bank verschwand Backstage.
„Okay…diesen Song widme ich der Person auf der Welt, die ich über alle liebe, mehr alles alles andere. Ich hoffe sie weiß, wer gemeint ist und nimmt sich meine Worte zu Herzen!“
Lilly blickte Hannah an. Das tat sie doch nicht wirklich oder? War der nächste, der letzte Song etwa für sie?
Miley setzte sich an das Klavier und schaute noch einmal zurück zu ihren Fans.
„Ich hoffe du bist heute Abend hier, immerhin hast du es mir…versprochen.“, sie sprach leiser als zuvor, doch laut zu reden wäre hier gar nicht nötig gewesen. Es war so still geworden, dass man es auch noch verstanden hätte, wenn sie ins Mikro geflüstert hätte.
Die Leute schauten sich verwirrt an. Oliver blickte zu Lilly, die weiterhin nur Augen für Miley hatte.
„Lils? Ist irgendetwas? Hallo? Lilly?“, sie beachtete ihn keineswegs. Ihre Augen klebten förmlich an dem Mädchen auf der Bühne, das nun langsam die ersten Akkorde anspielte.
I can honestly say
You've been on my mind
Since I woke up today, up today
I look at your photograph all the time
These memories come back to life
And I don't mind
I remember when we kissed
I still feel it on my lips
The time that you danced with me
With no music playing
I remember those simple things
I remember 'till I cry
But the one thing I wish I'd forget
A memory I want to forget
Is goodbye
Oliver schaute abwechselnd von Lilly zu Hannah und konnte kaum glauben, was er sah. Lilly flossen die Tränen nur so die Wangen hinab und sie versuchte erst gar nicht, sie zurück zu halten. Hatte er irgendetwas verpasst? Seit wann war sie so leicht zum Weinen zu bringen? Es war doch nur ein Song!
I woke up this morning
And played our song
And through my tears I sang along
I picked up the phone and than
Put it down
'cause I know I'm wasting my time
And I don't mind
I remember when we kissed
I still feel it on my lips
The time that you danced with me
With no music playing
I remember those simple things
I remember 'till I cry
But the one thing I wish I'd forget
A memory I want to forget
Suddenly my cell phone's blowing up
With your ring tone
I hesitate but answer it anyway
You sound so alone
And I'm surprised to hear you say
You remember when we kissed
You still feel it on your lips
The time that you danced with me
With no music playing
You remember those simple things
We talked 'till we cried
You said that your biggest regret
The one that you wish I'd forget
Is saying goodbye
Saying goodbye
Oh, Goodbye
Als Miley langsam aufgehört hatte zu spielen, blieb es erst noch ruhig, doch dann fing das Publikum laut an zu klatschen und zu pfeifen, ohne aufhören zu wollen.
Sie stand auf und verbeugte sich noch einmal, bevor sie mit Tränen in den Augen hinter der Bühne verschwand.
Sie achtete nicht auf die Leute, die ihr ihre Glückwünsche austeilen wollten, sie stieß sogar zwei Mal mit jemandem aus der Crew zusammen, doch es störte sie nicht. Sie wollte nur noch weg von hier.
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Oliver verstand währenddessen die Welt nicht mehr. Was ging hier vor sich? So aufgelöst hatte er Lilly noch nie gesehen. Er wollte sie gerade am Arm berühren und sie fragen, was denn los sei, als er sah, wie sie ihr Mund bewegte.
„Miley…“, flüsterte sie, ihr Freund hatte es nicht verstanden. Die Leute um sie herum waren viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um zu verstehen, wieso das blonde Mädchen plötzlich anfing, laut den Namen einer ihnen Unbekannten zu rufen.
„Miley! MILEY!“, schrie sie und Oliver sah sie perplex an. Was wollte sie denn jetzt plötzlich von Miley? Er packte sie an der Schulter und wollte sie ausfragen, doch Lilly riss sich los und rannte so schnell sie konnte durch die Menge zum Ausgang.
Die frische Nachtluft peitschte ihr ins Gesicht, als sie um das riesige Gebäude rannte, den Hintereingang suchend. Sie fand die Tür und riss sie auf, zwei Wachmännern ausweichend, die versuchten, sie zurück zu halten.
Die beiden hielten sie mit aller Kraft fest und Lilly wurde bewusst, dass sie den beiden nicht entkommen würde. Ihr blieb keine andere Wahl…
„Hannah! Hannah!“, keine Reaktion. Wieso hörte sie sie nicht?
Miley saß derweil in ihrer Garderobe und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie horchte kurz auf, als sie jemanden nach Hannah rufen hörte, wahrscheinlich irgendein verrückter Fan, obwohl die Stimme vertraut klang.
Doch dann…
„MILEY!“, sie schreckte auf und rannte aus dem Raum, in Richtung der Stimme. Sie war da. Sie hatte sie gehört.
„Miley, bitte…“, die Wachmänner verstanden nicht, warum die Blonde nun plötzlich nach jemand anderes rief, als zuvor, hielten sie aber zur Sicherheit noch immer fest, bis sie hinter sich jemanden sprechen hörten.
„Lasst sie los, ist schon okay.“
Lilly hob ihren Kopf, den sie während des scheinbar aussichtslosen Gefechts hatte fallen lassen. Ihre Tränen tropften auf den Boden und sie lächelte matt, als sie sah, dass es ihrem „Retter“ nicht anders erging.
Die beiden Wachmänner ließen sie los und verschwanden, während Lilly blieb steif an der Stelle stehen und sah Miley an.
Miley stand noch ein paar Meter entfernt, doch dann lief sie los und fiel Lilly um den Hals. Sie sanken zu Boden und blieben lange in dieser Stellung, den jeweils anderen nicht mehr loslassen wollend.
Miley hob nach einigen Minuten den Kopf und fragte:
„Du warst die ganze Zeit über da?“
„Ich hab es dir doch versprochen. Schöner Song übrigens. An wen war er gewidmet Kenne ich diese Person?“, Lilly lächelte und Miley konnte einfach nicht widerstehen.
„Jupp, sehr gut sogar, würde ich meinen…“, sie kam Lilly mit ihrem Gesicht immer näher, bis nur noch ein paar Zentimeter ihre Lippen trennten. Miley war sich nicht sicher, ob sie das Richtige tat, wenn sie Lilly nun einfach so küsste. Würde es wieder alles zerstören? Doch sie täuschte sich, denn Lilly machte den nächsten Schritt und schloss die Lücke zwischen sich.
Beide schlossen die Augen und genossen diesen einen Augenblick, genau wissend, dass er nicht lange anhalten würde. Miley löste sich wieder von ihr und legte ihre Stirn and die der Blonden.
„Du weißt gar nicht, wie sehr ich dich vermisst habe, Lils…“
„Ich kann es mir denke, Miles. Aber ich bin mir jetzt sicher. Ich will dich und nur dich, meine Mutter kann denken was sie will. Soll sie mich doch rausschmeißen. Sie wird sich nicht zwischen uns stellen.“
Miley zog Lilly zurück in eine innige Umarmung und gemeinsam mussten sie später feststellen, dass sie einiges an Publikum gewonnen hatten, Robbie Ray an vorderster Front.
„Schön schön, genug gekuschelt. Spart euch den Rest für später auf, okay? Ich hab hier noch einiges zu tun. Miles, nimm das Auto und fahrt nach Hause, ich komme später mit Jackson nach.“
Miley nickte und nahm Lilly an der Hand, mit der anderen zog sie sich die Perücke vom Kopf, was einige Leute im Raum aufsehen ließ.
„Was denn? Dachtet ihr etwa, die Haare wären echt?!“
Die beiden Mädchen lachten und liefen zum Ausgang, an dem nun wieder die zwei Wachen standen, die leicht verwirrt zur Seite traten.
„Entschuldigen Sie und bitte vielmals wegen vorhin, Miss Montana.“
„Stewart. Ich heiße Miley Stewart.“, sagte Miley darauf nur und Lilly lachte.
Sie fuhren mit dem Wagen zum Stewart-Haus und machten es sich dort in Mileys Zimmer bequem. Sie schauten sich wieder einen Film an, diesmal allerdings bewusst, dass sie sich nie wieder trennen würden, auch wenn das Gespräch mit Lillys Mutter noch ausstand.
„Wir schaffen das, Lilly. Ich lasse nicht zu, dass sie mir dich noch einmal wegnehmen.“
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So, jetzt fehlt nurnoch der Epilog ^^ |